Célèbre peinture de Claude Monet

Die Wiege des Impressionismus

Le Havre, Wurzel der Modernen Kunst

Le Havre : Claude Monet a peint au Havre "Impression, soleil levant"

Boudin, der Lehrmeister von Monet, ist zwar in Honfleur geboren, hat sein Talent aber in Le Havre entwickelt. Einige Jahre später legte Monet den Grundstein für die Gründerbewegung der Modernen Kunst mit seinem „Impression, Sonnenaufgang“, von dem man zu oft vergisst, dass es in Le Havre unweit des Semaphors entstand, da es im Museum Marmottan aufbewahrt ist. Das außergewöhnliche Licht der Flussmündung ist bestimmend, wie einige Jahre später Raoul Dufy schreibt. Le Havre, sein Hafen, sein Strand, die Regatten inspirierten alle wichtigen Akteure dieser Bewegung (Pissarro, Sisley, Boudin, Monet, Jongkind…).

Mit der Infragestellung von Jahrhunderten kodifizierter akademischer Malerei brachten Monet und die impressionistischen Maler einen neuen Schwung. Noch heute ist diese Malerei in den Augen der Öffentlichkeit die meistgeliebte und faszinierendste Epoche.

 

Die impressionistischen Maler behielten die Verbindung zur Malerei der realen Welt, lösten sich aber vollständig vom Zwang der Vergangenheit, indem sie ihre Themen aus dem Alltag aller frei wählten und auf neue Art darstellten. Wichtig war für sie mehr die Vision und die Suche des Künstlers nach Bildern: ein Thema ergibt ein anderes.

Von der Welt konnte der Impressionismus eine moderne Sicht liefern, weil er Themen wählte, die in der Malerei nicht angesprochen wurden, befreit von den Kanons der darstellenden Kunst, um eine neue Wahrnehmung zu erfinden, die dem Wunsch entsprach, den sofortigen „Eindruck“ über die geistige Konstruktion zu stellen: nach der Natur malen, nach dem Motiv und aus den Ateliers herausgehen, um das Echte zu finden. Zum Teufel mit den geschichtlichen oder mythologischen „großen Maschinen“ der akademischen Maler der Macht; die Impressionisten wollten die einfache Schönheit der Natur oder  das Leben ihrer Zeitgenossen darstellen.

 

Pierre-Auguste Renoir, "Portrait de Nini Lopez"
Camille Pissarro, "L’Avant-port du Havre"

Alle diese Künstler waren auf der Suche nach von der industriellen Revolution verschonten Gegenden (Barbizon, die Normandie...). Damit verliehen sie ihrem Stil eine gewisse soziologische und geografische Dimension.

Die Schüler dieser Bewegung führten einen Kampf, begonnen von Manet im Jahr 1860, gegen den Staub eines veralteten Ateliers, mit so fest verankerten Konventionen, um eine neue zeitgenössische realistische Malerei zuzulassen und anzuerkennen, die endgültig die den Klassikern teure Suche nach dem idealen Schönen und einer ewigen Essenz der Dinge ablehnte.

 

Der offiziellen Kunst des Second Empire widersetzte sich eine unabhängige, rebellische Kunst. Manets Methode: „Ich male, was ich sehe, und nicht, was andere zu sehen belieben“ fasst allein schon diesen Anspruch des Künstlers zusammen, seine persönliche Sicht zu zeigen, das was er selbst empfindet. Die Impressionisten führten eine gewisse Anzahl malerischer Arbeitsweisen ein: Verwendung heller Töne, Aufteilung der Töne (orange wird dargestellt durch zwei reine Farben nebeneinander, rot und gelb), Erzielen der Form und des Volumens durch Pinselstriche und Farben anstelle der Konturenzeichnung, Verwendung von Dicke...

 

Alfred Sisley, "Le Loing à Saint-Mammès"
Le Havre : de nombreuses œuvres sont exposées au MuMa
Eugène Boudin, "Etude de ciel sur le bassin du Commerce"

Heute stehen die Impressionisten zwar am Firmament der Malerei, man braucht nur die Begeisterung für die Schenkung Senn Foulds an das MuMa, Musée d'Art Moderne André Malraux zu sehen. Man sollte aber daran erinnern, wie wenig ihre Malerei zu ihrer Zeit verstanden, abgelehnt und sogar verabscheut wurde. Trotz aller Widerstände hielten alle diese Künstler durch, ohne auch nur einen Moment lang zu versuchen, ihren Stil zu ändern, um dem Publikum zu gefallen.
Und das Publikum kam nach und nach zu ihnen.

 

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